Nvidia bereitet Groq Inferenzchips für Markteinführung in China vor
Von Wendy Frey
Nvidia wird Groq AI-Chips ab Mai 2026 nach China ausliefern. Das Unternehmen kündigte den Plan am 17. März an, nachdem es die Genehmigung für den Verkauf von H200 erhalten hatte. Jensen Huang wettet darauf, dass Inferenzprozessoren die Trainingsbeschränkungen umgehen, die die Lieferungen von H20 und B30A verhindert haben. Der Lizenzvertrag über 20 Milliarden Dollar mit Groq aus Dezember 2025 ergibt plötzlich Sinn. China erhält Sprachverarbeitungseinheiten anstelle von GPUs. Peking genehmigte die Importe, obwohl Trainingschips verboten sind.
Der Zeitpunkt folgt einem schmerzhaften Muster. Die Biden-Administration blockierte im Januar 2026 die Verkäufe von H20. Die Trump-Administration hielt die Beschränkungen aufrecht. Alibaba und Tencent suchten verzweifelt nach Alternativen, während Nvidia 15 Milliarden Dollar im vierteljährlichen Umsatz verlor. Groq-Chips rutschen durch, weil sie Inferenz beschleunigen, anstatt große Sprachmodelle zu trainieren. Huang forderte die Investoren auf, China aus den Prognosen auszuschließen. Dann fand er die Schlupflücke.
Huang kündigte Groq 3 auf der GTC 2026 für den Einsatz im Mai an
Die GTC 2026 Veranstaltung in San Jose enthüllte die Strategie. Huang stellte Groq 3-Chips vor, die für Inferenzgeschwindigkeit statt für das Training von Modellen entwickelt wurden. Chinesische Kunden werden die ersten Exportversionen erhalten. Reuters berichtete über den Zeitplan und berief sich auf zwei mit der Materie vertraute Quellen. Die Chips übernehmen die Token-Generierung für eingesetzte KI-Modelle, nicht das Training. Diese Unterscheidung hält sie im rechtlichen Rahmen und befriedigt die Nachfrage von Alibaba, ByteDance und Tencent.
Das technische Design konzentriert sich auf Sprachverarbeitungseinheiten. Die Groq-Technologie beschleunigt die KI-Inferenz durch einen für die Token-Generierung optimierten Compiler. Nvidia hat die Architektur speziell neu gestaltet, um die Exportvorschriften Chinas einzuhalten. Keine Tensor-Kerne für das Training. Reine Inferenz-Durchsatz. Quellen berichten, dass die Chips in bestehende H200-Server als Begleitprozessoren integriert werden. Das Ergebnis ist ein hybrides System, das technisch den US-Beschränkungen entspricht, während es die Leistung liefert, die chinesische Technologieunternehmen benötigen.
20 Milliarden Dollar Wette auf Inferenz umgeht Trump-Beschränkungen
Nvidia zahlte im Dezember 20 Milliarden Dollar für die Groq-Technologie. Diese Übernahme dient jetzt als Hintertür des Unternehmens nach China. Der Vertrag umfasste Lizenzvereinbarungen, die Technologien für Compiler und Chip-Designs in die Kontrolle von Nvidia übertragen. Huang lenkte umgehend Ingenieursressourcen auf exportkonforme Produkte um. Zwei Millionen H200-Bestellungen stehen bereits in der Warteschlange. Groq schafft einen neuen Einnahmestrom, ohne nationale Sicherheitsbeschränkungen auszulösen.
Die politische Berechnung bleibt riskant. Beamte der Trump-Administration könnten die Inferenzschlupflücke über Nacht schließen. Aber Huang wettet darauf, dass Inferenzchips außerhalb des Fokus Washingtons auf Trainingsfähigkeiten fallen. China benötigt Inferenz, um bestehende KI-Modelle zu betreiben. Es benötigt Trainingshardware, um neue Modelle zu erstellen. Die Vereinigten Staaten haben letzteres verboten. Nvidia verkauft nun ersteres. Wenn die Strategie aufgeht, könnte Groq Milliarden durch Alibaba Cloud-Dienste und ByteDances KI-Ökosystem generieren. Wenn die Regulierungsbehörden intervenieren, verliert Huang die letzte große Brücke von Nvidia nach China.




